Demokratiewoche in Bad Oldesloe

Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einmischen, miteinander ins Gespräch kommen, unterschiedliche Perspektiven aushalten und gemeinsam nach Lösungen suchen. Genau dafür schafft die Demokratiewoche vom 14.-18.09.2026 in Bad Oldesloe Raum.

Rund um die Wanderausstellung des Deutschen Bundestages laden wir im September zu Begegnungen, Workshops, Diskussionen und Mitmachformaten ein. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die uns alle betreffen: Wie funktioniert Demokratie? Welche Rechte haben Kinder und Jugendliche? Wie können wir selbst gesellschaftliche Entwicklungen mitgestalten – vor Ort und darüber hinaus?

Gemeinsam mit engagierten Partnerinnen und Partnern, jungen Menschen, Politik, Schulen und Initiativen wollen wir Demokratie nicht nur erklären, sondern erlebbar machen: offen, vielfältig und im direkten Austausch miteinander.

Offizielle Eröffnung der Demokratiewoche

Montag, 14. September · 16:30–18:30 Uhr · TIBO Digital Learning Campus

Zum Auftakt der Demokratiewoche wird die Wanderausstellung des Deutschen Bundestages offiziell eröffnet.

Ein besonderer Dank gilt der Bundestagsabgeordneten Melanie Bernstein, auf deren Initiative die Ausstellung nach Bad Oldesloe kommt und die die Eröffnung persönlich begleiten wird.

Auch der Bürgermeister der Stadt Bad Oldesloe wird zur Eröffnung erwartet. Gemeinsam wollen wir den Startschuss für eine Woche geben, in der Demokratie, Beteiligung und gesellschaftliches Engagement im Mittelpunkt stehen.

Die Eröffnung bietet Gelegenheit, die Ausstellung erstmals zu entdecken, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auf die kommenden Veranstaltungen und Aktionen einzustimmen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Bundestag zu Gast bei TIBO

Vom 14. bis 18. September ist die Wanderausstellung des Deutschen Bundestages im TIBO Digital Learning Campus Lernort Bad Oldesloe zu sehen. Sie gibt Einblicke in die Arbeit des Parlaments, erklärt politische Entscheidungsprozesse und lädt dazu ein, sich mit parlamentarischer Demokratie auseinanderzusetzen.

Schulklassen können sich für einen Besuch der Ausstellung unter bundestag.mobil@bundestag.de anmelden.

Kinderrechte in der TIBO Garage

Parallel zeigen wir in der TIBO Garage eine Ausstellung zum Thema Kinderrechte. Denn Demokratie beginnt nicht erst mit dem Wahlrecht: Kinder und Jugendliche haben eigene Rechte, Interessen und Perspektiven – und ein Recht darauf, gehört und beteiligt zu werden.

Am Dienstag, 15. September, von 9:00 bis 11:00 Uhr ist außerdem Marion Schiefer, Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtags, vor Ort und steht für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Anmeldung zur Kinderrechte-Ausstellung:
j.schmidt@kita-moordamm.de

Großer Aktionstag am 16. September

Am Mittwoch, 16. September, wird die Festhalle Bad Oldesloe zum Treffpunkt für Austausch, Diskussion und Beteiligung. Den ganzen Tag über geht es darum, Politik mit dem eigenen Alltag zu verbinden und insbesondere jungen Menschen Raum für ihre Fragen und Perspektiven zu geben.

10:00–12:00 Uhr · Chancen-Dialog OD mit Leon Pelikan
Gemeinsam ins Gespräch kommen über Demokratie, Chancen und gesellschaftliche Teilhabe.

13:30–14:30 Uhr · „Warum Dein Schulklo politisch ist“
Ein Workshop, der zeigt: Politik steckt viel häufiger in unserem Alltag, als wir denken.

14:30–16:00 Uhr · Kinderrechte
Welche Rechte haben Kinder und Jugendliche – und was bedeuten sie ganz konkret für ihren Alltag und ihre Möglichkeiten, mitzubestimmen?

16:00–18:00 Uhr · Panel „What if?“
Mit Leon Pelikan, Luisa Edda Galli, Tammo Vonderheiden und Jennifer Wlost sprechen wir über Demokratie, Zukunft und die Frage, was möglich wird, wenn junge Menschen sich einmischen.

18:00–19:00 Uhr · Jugendbeteiligung auf kommunaler Ebene
Zum Abschluss geht es gemeinsam mit Leon Pelikan und PoliticalXchange darum, wie junge Menschen ganz konkret vor Ort mitgestalten können.

Anmeldung zu den Workshops:

booking@tibo.sh

Ein großes Dankeschön an Jana Schmidt, die den Aktionstag organisiert und moderiert und viele der Beteiligten und Ideen zusammengebracht hat.

Wer ist dabei

Bildquelle: Leon Pelikan

Leon Pelikan

Gießen (Hessen) | 20 | Gründer Political X Change | Demokratie-Speaker | JugendDemokratiePreis Juror | Vereinsgründer FuturePolitics e.V.

INFO

Wenn niemand dir eine Stimme gibt, baust du dir deine eigene.

Ich bin Leon Pelikan, 20, (Multi-)Denker & Demokratie-Gründer.

Mobbing hat einen großen Teil meiner Schulzeit geprägt. Es hat mich klein, leise und unsicher gemacht. Doch irgendwann wurde aus dem „Warum ich?“ ein „Wofür kann ich das nutzen?“

Genau dort begann mein Weg: Ich wollte die Person werden, die ich damals gebraucht hätte: mutig, ehrlich, neugierig und bereit, Grenzen zu verschieben.

Ich bin Speaker. Impulsgeber. Demokratieverteidiger.

Aber vor allem: noch mit viel Hoffnung, wenn es um unsere Menschlichkeit. Wenn Politik Jugend ausschließt, ist das nicht nur Ignoranz – es ist eine leise, aber gefährliche Form von Ausgrenzung. So, wie ich sie damals erlebt habe. Davon habe ich genug!

Deshalb kämpfe ich dafür, das zu ändern!

Bildquelle: Anna Drews

Luisa Galli
Kiel | 18 | Kinderrechtlerin | Aktivistin im Kinderschutzbund | Politische Jugendbildnerin |
Kolumnistin bei anna&hannah e.V. | Moderatorin
INFO
Wenn ich Menschen frage, welche Rechte Kinder haben, kommt fast immer erst mal nichts. Bei Erwachsenen genauso wie bei Kindern, nur wundert sich beim zweiten niemand drüber.
Ich arbeite als Kinderrechtlerin, bin im Kinderschutzbund Schleswig-Holstein und bin das jüngste Mitglied im Bündnis für die junge Generation des Bundesfamilienministeriums. In beiden Rollen bin ich meistens die einzige Person unter
dreißig am Tisch. Das ist für alle anderen ziemlich bequem und für die Ergebnisse ziemlich schlecht.
Angefangen hat das mit 13, als jüngste Schülersprecherin Kiels, später als Vorsitzende des Jugendbeirats Kiel. Seitdem habe ich viele Runden erlebt, in denen Beteiligung
draufstand und Zuhören ausblieb. Junge Menschen wissen ziemlich genau, was in ihrem Leben schiefläuft. Gefragt werden sie selten.
Dafür arbeite ich in Workshops, Talks und auf Bühnen – seit 2023 moderiere ich unter anderem bei der TINCON, dem Young Waterkant Festival und Beatz im Park. In meiner
Kolumne bei anna&hannah e.V. mache ich jungen Mädchen Mut, ihren eigenen Weg zu gehen, und auf Instagram (@luisagalli) mache ich Politik da sichtbar, wo Jugendliche
ohnehin schon sind.
Auf dem Panel bringe ich die Perspektive mit, die in solchen Runden meistens fehlt: die von denen, um die es geht. Denn Demokratie hat kein Mindestalter.

Bildquelle: Benjamin Donath

Tammo Vonderheiden

Bargteheide | 18 | Kreisschülersprecher Stormarn | Schüler der Oberstufe Anne-Frank-Schule Bargteheide

INFO

Schule ist ein Kernteil unserer Jugend, deswegen sollten wir sie auch selbst gestalten.

Ich sehe jeden Tag wie viele Möglichkeiten ungenutzt bleiben, wenn Schüler*innen nur zugehört wird, statt ihnen echte Verantwortung zu geben.

Ich setze mich dafür ein, dass wir das System Schule eigenständig verändern, eigene Ideen durchsetzen und natürlich gleichberechtigt mitentscheiden. Genau das müssen wir weiter ausbauen.

Wir brauchen umfassendere Beteiligung, ganz besonders im alltäglichen Lernen und nicht nur in den Sitzungen der Schulkonferenz.

Bildquelle: Jennifer Wlost

Jennifer Wlost

Bad Oldesloe | 24 | Kandidatin für die Landtagswahl 2027 SPD Stormarn-Nord | Kreistagsabgeordnete Stormarn | Stadtverordnete Bad Oldesloe | Stellv. Vorsitzende Jusos Stormarn & SPD Bad Oldesloe

INFO

Nach meinem Abitur an der Theodor-Mommsen-Schule habe ich ein Jahr lang im Berliner Büro des SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Kristian Klinck aus Plön gearbeitet, welchen ich bereits in seinem Wahlkampf begleiten durfte.

Bereits vor meiner Zeit in Berlin war für mich klar, dass ich in die SPD eintreten werde.

„Soziale Gerechtigkeit“, „Faire Berufschancen für Frauen und Männer“ und „Sicherheit“ sind für mich bedeutungsvolle Themen.

Der Kreis Stormarn ist lebenswert und sicher. Das muss so bleiben. Darum setze ich mich für den Erhalt des Sicherheitsgefühls im öffentlichen Raum ein: Durch vorbeugende Maßnahmen müssen wir verhindern, dass Bürgerinnen und Bürger Opfer von Kriminalität werden. Auch Angebote für Menschen in Krisensituationen sind sehr wichtig.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist mir ein weiteres Anliegen, um gleiche Karrierechancen für alle zu gewährleisten.